Radeln

Familientouren mit dem Velo

Wer als Familie mit dem Rad unterwegs ist, sehnt sich in erster Linie nach Routen, auf denen es a) möglichst wenig Verkehr hat und b) nach Pfaden, die von allen in der Familie bewältigt werden können. Gut geeignet sind Nebensträsschen. Selbstverständlich dürfen es auch Pfade sein, die nicht asphaltiert sind, doch Naturwege sind für Kinder schon mal schwieriger zu bewältigen.

Während auf Strässchen die Devise gilt, immer schön am Rand rechts fahren, ist dies auf Schotterpisten alleine schon deshalb nicht möglich, weil Erwachsene wie Kinder auf losen Untergrund den Weg zwischen Schlaglöchern, Bollensteinen und Wasserpfützen finden müssen.

Absolut unerträglich sind Routen, wo einem in Vollmontur verpackte Biker-Ritter rasend entgegendonnern. Einmal, weil diese derart auf das speedige Fortkommen fixiert sind und weiter auch, weil Kinder auch mal einen Schlenker machen, denn absolut gerade, das geht mit jungen Jahren deutlich schwerer. Dazu ein Erlebnis von einem leicht ansteigenden Radweg.

Der Biker donnert mit über 50 km/h entgegen, das Kind fährt mit 8 km/h hinauf. Am Schluss blieben ca. 5 Zentimeter Distanz, ansonsten es zu einem Zusammenprallen bei ca. 60 km/h gekommen wäre. Ideal für Familien sind also nicht Pfade, die möglichst zu Downhill-Pisten ausgebaut sind, sondern ganz normale kleine Strässchen mit möglichst wenig Verkehr.

Wenn Touristiker heute glauben, mit Millionen Biker-Routen in die Landschaft zu meisseln, so können dabei vielleicht einige Tages-Touristen angelockt werden, nicht aber Familien mit Kindern. Darum gilt: Liebe Touristiker/innen von Bürchen, nun wollt ihr mit Millionen ein Familien-Biker-Paradies auf die Wege stellen, seid ihr eigentlich verrückt? Ihr habt ein derart steiles Gelände, das ist für Familien nicht machbar, es ist gelinde gesagt für Kinder sogar extrem gefährlich.

Ganz allgemein haben Biker-Parks für Familien aber einen ganz entscheidenden Nachteil, das mehrmalige Befahren einer Route mit Kindern macht kaum Spass. Zu Fuss gibt es – selbst auf dem gleichen Weg – immer wieder etwas Neues zu entdecken.

Dies ist beim Radeln praktisch nicht der Fall. Wer mit dem Velo unterwegs ist, fährt gerne von A nach B, ein Rundkurs wenig einladend. Dies ganz nach dem Motto, wenn wir eh wieder hier landen, dann können wir es ja auch bleiben lassen.

Wie auch immer, so sehr moosalbi.ch mit dem Rad auf der Moosalp rumkurvt, für die übrigen Mitglieder der Familie sind solche Pfade einfach zu anstrengend. Trotzdem haben die Moosalbis die letzten beiden Jahre begonnen, sich auf flacheren Gebieten per Velo fortzubewegen. Davon soll hier die Rede sein.

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